Zeitzeugen
Migranten in der DDR. Dresden/DE
Luis Mazuze
Luis Mazuze kam 1980 als Vertragsarbeiter aus Mosambik in die DDR. Er träumte von einem Studium an einer Universität. So war die Enttäuschung groß, als er zunächst als Hilfsarbeiter in einer Brauerei anfangen und ungeliebte Arbeiten erledigen musste. Ihm und anderen Vertragsarbeitern begegnete immer wieder Rassismus – ein Problem, das offiziell nicht thematisiert wurde. So erlebte er teils schwierige Zeiten während der letzten Jahre in der DDR und der Jahre danach. Luis Mazuze blieb auch nach der deutschen Wiedervereinigung in Dresden und konnte sich allmählich über Weiterbildung, Meisterausbildung und Studium qualifizieren. Heute ist er leitender Brau-Ingenieur und engagiert sich bei Afropa, einem Verein für afrikanisch-europäische Verständigung und das friedliche Zusammenleben der Menschen in Dresden.